Saison 2012 / 2013
07.08.2012 / 1. FC Saarbrücken - Alemannia Aachen / Ludwigspark Stadion
Di, 07.08.2012 / 1. FC Saarbrücken - Alemannia Aachen 1:2 (1:0)
Zuschauer: 6.377 (davon ca. 1.200 aus Aachen)
Tore: 1:0 Straith (31.); 1:1 Rösler (51.); 1:2 Borg (83.)

Schlecht gespielt und doch gewonnen. Den Unterschied hat - wieder einmal - Albert Streit gemacht. Lagen unsere Jungs zur Pause noch 0:1 zurück, lieferte er im zweiten Durchgang zwei Mal eine Vorlage, die zum Torerfolg für uns führte. Kurz nach der Pause mit einem Freistoß auf Rösler, kurz vor dem Ende mit einer Flanke auf Borg.

Spiel gedreht, 3 Punkte mitgenommen. Gut gelaunt verließen wir das Stadion. Was dann aber im und vor dem Gästebereich abging, hat uns tief schockiert.

Wieder einmal kam es zu gewalttätigen Übergriffen gegen die Gruppe der Aachen Ultras. Wieder einmal aus den Reihen der Aachener Anhänger, größtenteils von Personen mit ganz offensichtlich rechter Gesinnung. Die Brutalität und das Ausmaß der Gewalt machen uns fassungslos. Wir ersparen es uns Einzelheiten zu schildern. Wenn in der Presse von einer neuen Dimension der Ausschreitungen, von einer regelrechten Hetzjagd und schlimmsten Prügelszenen die Rede ist, können wir dies leider nur bestätigen. Die Sicherheitskräfte vor Ort waren von der Situation völlig überrascht und reagierten überfordert.

Wir wissen nicht, was in den Köpfen solch brutaler Schläger vor sich geht. Der angerichtete Schaden jedoch ist immens. Auch hinsichtlich des Ansehens der Alemannia und für den Fußballsport allgemein.

Auch für uns ist nach den heutigen Vorkommnissen nichts mehr wie vorher. Inständig hoffen wir, dass die Alemannia endlich den Ernst der Lage erkennt. Gegen die Aggressoren muss mit aller Konsequenz vorgegangen werden. Vorfälle wie heute dürfen sich nicht wiederholen. Mit vollmundigen Presseerklärungen, die sich im Nachhinein als heiße Luft entpuppen, ist es jedenfalls nicht getan.

Natürlich kann die Alemannia das Problem rechtsextremer Entwicklungen und von Gewalt im Stadion nicht alleine lösen. Hier ist der Schulterschluss mit dem DFB, der Stadt und der Politik nötig. Eine Separierung einzelner Fangruppierungen - wie angekündigt und früher schon geschehen - kann nur eine kurzfristige Maßnahme sein. Im Grunde ist die Notwendigkeit der Fantrennung grotesk und sollte jedem Alemannen die Schamesröte ins Gesicht treiben.












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