Saison 2011 / 2012
23.10.2011 / Alemannia Aachen - FC Ingolstadt / Neuer Tivoli
So, 23.10.2011 / Alemannia Aachen - FC Ingolstadt 3:1 (2:0)
Zuschauer: 15.622 (davon ca. 40 aus Ingolstadt)
Tore: 1:0 Olajengbesi (22.); 2:0 Auer (27.); 2:1 Buddle (52.); 3:1 Odonkor (90.)

Es läuft die 92. Spielminute. Wir liegen 2:1 in Führung. Seit Ewigkeiten, so kommt es uns vor, drücken die Gegner auf den Ausgleich. Und wieder läuft ein Angriff der Weißen. Diesmal auf der rechten Seite. Stehle geht dazwischen, verhindert mit einem Foul die Flanke. Freistoß aus guter Position nahe der Grundlinie zwischen Eckfahne und 16er. Unsere Anspannung ist unerträglich. Wir müssen uns zwingen hinzusehen. Der Ball fliegt in den Strafraum. Es wird turbulent. Wir verlieren den Überblick. Endlich kommt der Ball hoch wieder heraus, weg vom Tor. Und plötzlich ist Odonkor da, sprintet los, umspielt im Mittelkreis zwei Gegenspieler, setzt sich ab und läuft frei dem Ingolstädter Tor entgegen. Wir erleben die Szene mit Tunnelblick fast wie im Rausch. Sehen nur Odonkor. Und erst als er den Ball von der Strafraumgrenze über die Linie schiebt, realisieren wir, dass der Torwart weg ist. Dieser befindet sich weit hinter Odonkor auf dem Weg zurück zu seinem Platz. Dies aber nur ganz am Rande. Denn unsere Anspannung bricht heraus und wir stimmen unbeschreiblich erleichtert in den ohrenbetäubenden Jubel auf dem Tivoli ein.

Endlich ein Sieg. Wir freuen uns. Und wir wollen uns diese Freude auch nicht trüben lassen. Daher decken wir über die Qualität des Spiels heute den Mantel des Schweigens. Auch die Gesamtbilanz der bisherigen Saison schauen wir uns jetzt nicht an. Immerhin haben wir aber die rote Laterne abgegeben. Die Fans aus Ingolstadt, die in sehr überschaubarer Zahl angereist waren, bewiesen übrigens Humor und zeigten nach dem Spiel ein Spruchband: "Jetzt sind wir am Ende!!!"

Der Vollständigkeit halber noch kurz zu unseren Toren. Das erste fiel nach einer Ecke. Auer köpft an den Pfosten, der Ball prallt zurück, Olajengbesi an die Stirn und von da aus kürzester Distanz ins Netz. Aus einem Freistoß resultierte das 2:0. Diesmal trifft Feisthammel den Pfosten. Auer steht richtig und staubt ab. Tja, und der Befreiungskopfball vor dem Solo von Odonkor kam auch von Auer. Damit war er heute - in seinem 200. Zweitligaspiel - an allen Toren beteiligt. Darüber hinaus hatte er in der 68. nach Flanke von Achenbach aus 5 Metern leider nur die Latte getroffen.

Freitag geht es nach Bochum. Keine leichte Aufgabe. Trotzdem, Jungs: Wieder punkten!


























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