Saison 2011 / 2012
11.12.2011 / Alemannia Aachen - FC Erzgebirge Aue / Neuer Tivoli
So, 11.12.2011 / Alemannia Aachen - FC Erzgebirge Aue 1:1 (0:0)
Zuschauer: 14.000 (davon ca. 100 aus Aue)
Tore: 1:0 Auer (49.); 1:1 Kempe (64.)

Es war ein furchtbarer Tag für die Alemannia heute. Nicht wegen des Spiels. Das war einfach nur schlecht. Einfach zu wenig. In allen Belangen. Zwar waren unsere Jungs in der 49. Minute durch ein Tor von Auer in Führung gegangen. Deren kollektiver Tiefschlaf bei einem Einwurf, während alle anderen hellwach waren, führte jedoch später zum enttäuschenden Ausgleichstreffer.

Nein, schockierend war ein ganz offensichtlich geplanter gewalttätiger Angriff auf die Gruppe der Aachen Ultras. Gegen Ende der ersten Halbzeit hatte eine größere Anzahl Rechtsradikaler den Block gestürmt, in dem diese ansässig ist.

Wir wissen um die immer tiefer und breiter werdenden Gräben in der Aachener Fanszene. Wir wissen auch, dass der ACU in der Vergangenheit immer wieder mit Gewalt gedroht wurde. Oft genug haben wir Anfeindungen beobachtet, bei denen es uns kalt den Rücken hinunter lief. Umso unverständlicher war uns, dass die verantwortlichen Sicherheitskräfte vollkommen überrascht und unvorbereitet waren. Trotzdem verhinderte der im Block postierte Ordnungsdienst durch beherztes Eingreifen Schlimmeres. Ein Ordner wurde dabei an der Hand verletzt. Viel zu lange dauerte es, bis die Polizei einschritt.

Die Vorfälle sind aufs Schärfste zu verurteilen. Im gesamten Umfeld der Alemannia ist es notwendig sich deutlich zu positionieren und von den Aggressoren zu distanzieren. Die Alemannia wird angemessen reagieren, davon sind wir überzeugt. Nazis und Gewalttätige sind eine enorme Gefahr in unserer freiheitlichen, demokratischen Gesellschaft. Ganz sicher wird die Angelegenheit für die Täter daher auch strafrechtliche Folgen haben.

Die heutigen extremen Auswüchse machen jedoch auch deutlich, wie wichtig es ist endlich grundsätzlich daran zu arbeiten, die Gräben zwischen den Fans zuzuschütten. Das geht nur, wenn sich alle Seiten bewegen und die gebotene gegenseitige Toleranz aufbringen. Wir hoffen inständig, dass dies nach und nach gelingt. Und so profane Probleme wie Gesänge, Trommelrhythmen oder das Fahnenschwenken sollten doch als Anfang überwindbar sein. Leute, man kann sich in die Unterschiede verbeißen oder aber sich zunächst auf die Gemeinsamkeiten besinnen. Und der größte gemeinsame Nenner ist und bleibt unsere Alemannia. Neben den hauptamtlich Zuständigen hat insbesondere auch die Fan-IG signalisiert sich schlichtend einzubringen. Gerade deren teils enormes persönlichen Engagement verdient die Anerkennung und Unterstützung aller, denen die Alemannia am Herzen liegt. Und vor allem auch die aktive, aufgeschlossene und lösungsorientierte Mitarbeit der beteiligten Fanclubs.


















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