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27.11.09: Alemannia Aachen - RW Ahlen 0:2 (0:2)

Zuschauer: 21.020 (davon ca. 50 aus Ahlen)
Tore: 0:1 Wiemann (16.); 0:2 Gorschlüter (40.)

Normalerweise ist unser Tag vor einem Alemannia Spiel von kribbelnder Vorfreude geprägt. Heute ähnelten unsere Gefühle jedoch eher dem, was wir im Wartezimmer unseres Zahnarztes empfinden. Auf das, was uns am Abend auf dem Tivoli erwarten sollte, waren wir trotzdem nicht im geringsten vorbereitet. Es war grauenhaft. Ein Bericht erübrigt sich heute. Fußball wurde nicht gespielt. Den Ahlenern reichte ein lockerer Trainingskick zum Sieg.
Was ist nur aus unserer Alemannia geworden?
Die Spieler: „Wir haben Angst vor dem Stadion und den Fans“. Unglaubliche Worte. Was seid ihr denn für Mimöschen? Werdet im Stadion mit Applaus empfangen. Mehr als zehntausend Kehlen brüllen bei Bekanntgabe der Aufstellung euren Namen heraus ...
Und Trainer Krüger. Spricht den Fans aus der Seele. Sagt, was alle hören wollen. Eine seiner größeren Gaben offensichtlich. An seinen fachlichen Qualitäten haben wir, gelinde gesagt, inzwischen gewisse Zweifel. Kein Konzept. Ständig andere Spielsysteme. Keine, zu späte oder - wie heute - falsche Ein-/Auswechslungen ...
Und Sportdirektor Bornemann, der die Alemannia auf einem guten Weg sieht. Sympathisch, nett, ohne Ecken und Kanten, euphorisch wie eine Schlaftablette. Es ist noch nicht lange her, da hatten wir einen Manager, der die Spieler nach einer ähnlichen Nichtleistung an die Kabinenwand nageln wollte ...
Die Stadionbesucher, die ab der zweiten Halbzeit unsere Mannschaft verhöhnten, den Gegner beklatschten und gar ein hämisches „Oh, wie ist das schön“ anstimmten, verließen irgendwann vorzeitig das Stadion.
Was ist nur aus unserer Alemannia geworden?
Ab heute ist übrigens der Tivoli-Film auf DVD erhältlich. Wie passend. Beim Anschauen kommen einem die Tränen. Ehrlich!





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